DSFM Setup Thread

Hallo Top-Fahrer,



hier bitte nicht direkt aufhören zu lesen…



Ich möchte als weniger zeitaufwendige Alternative zur Fahrschule mal ein paar Setup-Fragen diskutieren.



Meine Motivation für diesen Thread ist meine große Unsicherheit, ob das was ich da Einstelle wirklich richtig ist, oder ob ich in China nur einen glückstreffer gelandet habe…



Auf was achtet ihr beim „Setuppen“ - und wann dreht ihr an welcher schraube wenn was nicht stimmt?



Es wäre schön, wenn die Top-Fahrer fragen beantworten und die unsicheren auch welche Stellen. Ungefragte Tipps sind herzlich willkommen!



Allerdings würde ich gerne auf die „Anfänger“-Tipps verzichten. Was mehr Flügel bedeutet oder was härtere Federn machen wissen wir sicherlich alle. Was wir wohl nicht wissen: Was macht ein gutes Setup aus? Fahre ich besser wenig Flügel oder doch besser etwas mehr?



Ich mache mal den Anfang mit dem Thema Suspension.

  1. Man ließt es immer wieder: Weicher = mehr Grip. Warum also das Auto trozdem härter machen?
  2. Lese ich oft, dass die Dämpfer zu den Federn passen müssen. Aber was ist hier eine gängige/gute kombination?
  3. Bodenfreiheit/Fahrzeugsturz (Nicht Radsturz): Was ist denn nun wichtiger für ein schnelles Setup: Wenig Bodenfreiheit oder weiche Federn und - was kann mit einem höherem/tieferem Heck erreicht werden?



    Ich wieß, wenn ich Bodenwellen ausgleichen will, muss es 'was weicher sein. Wenn die Karre aufsetzt härter oder höher. Was ich leider offensichtlich nicht weiß: Was will ich eigentlich? Was muss mein Auto können?



    EDIT: Verschoben Falscher Bereich

Meine wichtigste Frage hierzu wäre, wie bekome ich mehr Grip auf die Vorderachse? Was, außer dem Frontflügel hilft mir bei dem Auto dabei?

Michael Haidorf wrote:
Meine wichtigste Frage hierzu wäre, wie bekome ich mehr Grip auf die Vorderachse? Was, außer dem Frontflügel hilft mir bei dem Auto dabei?


1. Fahrzeughöhe: hinten etwa 2-2,5 Punkte höher als vorne

2. Sturz und Drehstabis variieren

Also ich denke, dass ich zuviel Energie in die Setuperstellung stecke.



Ich habe ein Setup (z.B. nennen wir es „Q1“). Nun spiele ich ein wenig mit der Spur, Speichere als Q2, fahre schneller. Dann schraube ich ein wenig an den Federn, Speichere als Q3, fahre schneller. Das gleiche wiederholt sich noch einige male. Bei Q7 angekommen denke ich - „Fährste nochmal mit Q1…“ und - fahre schneller.



Ich habe das Gefühl, dass man in der Phase hauptsächlich die Eigenheiten der Strecke kennen lernt und daruch immer besser wird. Mal übersteuert die Karre - ich fahre in Kurve xy etwas anders um das auszugleichen - und dadurch werde ich schneller - obwohl das Setup vielleicht sogar schlechter ist.



Wieviel schrauben eigentlich die Top-Fahrer an ihren Autos rum? Habt ihr wirlich so geile Setups oder - was ich denke - fahrt ihr einfach nur besser?

Ha, das SimRacing „Phänomen“ welches keines ist.



Mit jeder Runde gewinnst du Sicherheit und Streckenkenntnis hinzu. Darüberhinaus steuerst du auch dein Auto immer genauer, lernst es quasi kennen.

Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, dass es gar nicht so sehr auf Setuparbeit, als viel mehr um die Streckenkenntnis geht. Genau zu wissen, wie dein Auto wo reagiert bringt dir mehr Zeit als am Setup rumzuspielen.



Allerdings kann es auch sein, dass es in der DSFM alles anders ist ;)

Das ist genau der Effekt, den ich auch immer spüre: man bildet sich ein, mit Setuparbeit eine Verbesserung von 2 - 3 Zehntel erreicht zu haben und dabei hat man einfach nur die Strecke besser gelernt. Außerdem bekomme ich so konstante Rundenzeiten überhaupt nicht hin, das ich behaupten könnte, eine Verbesserung/Verschlechterung zu sehen, wenn ich z.B. den Frontspoiler um 1 - 2 Klicks verändere.

Setuprarbeit scheint auch viel Theorie zu sein, jede Veränderung bringt auch wieder Veränderungen an einer anderen Stelle mit sich und in der Praxis wirkt dann eine Einstellung nicht immer so, wie sie theoretisch beschrieben ist.

Dann kommt noch hinzu, ob einem das Fahrzeug und die Strecke liegen. Ich sehe das zur Zeit in der DSTM, da kann ich ganz gut mithalten, während ich in der DSFM nicht so richtig ein Bein auf die Erde bekomme. Warum: DSTM macht mir im Moment viel viel mehr Spaß als DSFM.

Ich denke aber, wenn ich mal ein richtiges Aha Erlebnis in der DSFM habe, würde sich das ändern.

Lange Rede, kurzer Sinn: Setuparbeit ist viel graue Therorie und die Praxis sieht dann oft ernüchternd aus. Mir würde viel mehr helfen, wenn es ein Tool geben würde, welches quasi die eigene Runde analysiert und feststellt, wo was zu ändern ist. Und MOTEC dafür zu nehmen, ist auch schön und gut, aber das ist so ein mächtiges Werkzeug, schön bunt, und da ist auch wieder mein Problem, das angezeigte positiv für das eigene Setup anzuwenden.

Aber die Idee für einen „Setup-Thread“ bzw. ein spezielle Setup Abteilung bei SRD ist nicht neu: es gab mal Zeiten, da hatten wir so eine Art Setup-Download Bereich, da konnten die Leute dann Setups der Topfahrer -sofern sie von denen bereitgestellt wurden- herunterladen, testen und entscheiden, ob sie damit besser zurecht kamen als mit ihren eigenen Setups.

Vielleicht bekommen wir so was noch mal hin…

Stefan, Peter und Karl Heinz



Ihr sprecht mir aus der Seele.

Genau so geht / empfinde ich es auch mit dem Setup basteln.



@Stefan: so mache ich das auch immer und habe das selbe Phänomen.

Setupdownloadbereich



ich denke das wird nicht ganz so klappen. Vielleicht kann man das auf dem Server mal machen, wenn sich beide einigen mal zu tauschen und dem anderen sein set zu geben im gegenzug das eigene schicken.

Es geht hier doch um ein paar Euro und da ist das für mich voll nachzuvollziehen. Bei jedem Mod gibt es gewisse Grundeinstellungen die als Basis schonmal einen großen Sprung bedeuten können. Dieses know how will man ebend dann nicht rauslassen. Jedenfalls nicht für alle einfach mit einem DL.



Wenn man so oft alleine Testet ist das ebend etwas schade. Das sogenannte Team und die Teamarbeit, ist das was auch einiges ausmacht, um Spaß zu haben was zusammen zu entwickeln und dann gut abzuschließen.



Das gibt es aber hier leider zu wenig.



Vielleicht wirds aber wieder besser ;-)

Stefan Zagozen wrote:
Also ich denke, dass ich zuviel Energie in die Setuperstellung stecke.

Ich habe ein Setup (z.B. nennen wir es "Q1"). Nun spiele ich ein wenig mit der Spur, Speichere als Q2, fahre schneller. Dann schraube ich ein wenig an den Federn, Speichere als Q3, fahre schneller. Das gleiche wiederholt sich noch einige male. Bei Q7 angekommen denke ich - "Fährste nochmal mit Q1..." und - fahre schneller.

Ich habe das Gefühl, dass man in der Phase hauptsächlich die Eigenheiten der Strecke kennen lernt und daruch immer besser wird. Mal übersteuert die Karre - ich fahre in Kurve xy etwas anders um das auszugleichen - und dadurch werde ich schneller - obwohl das Setup vielleicht sogar schlechter ist.

Wieviel schrauben eigentlich die Top-Fahrer an ihren Autos rum? Habt ihr wirlich so geile Setups oder - was ich denke - fahrt ihr einfach nur besser?

Dazu gibts einen wirklich sehr guten Satz, den ich mal gehört habe. "Ein guter Fahrer findet Sekunden, ein gutes Setup findet Zehntel". So oder so ähnlich war der Satz.
Lars Kober wrote:
Dazu gibts einen wirklich sehr guten Satz, den ich mal gehört habe. "Ein guter Fahrer findet Sekunden, ein gutes Setup findet Zehntel". So oder so ähnlich war der Satz.

Das ist wohl so.

Grundsätzlich mach ich das so: Ich fahre mit einem Setup bis ich konstant bin auf einer Strecke. Das dauert mal länger und mal kürzer. Dann kommen die Setupänderungen.
Konstant ist man, wenn man sich innerhalb 1/10 auf jeder Runde begegt. Vorher macht es wenig Sinn am Setup zu schrauben, höchstens es passt was elementares nicht.

Für die Setupsammlung auf Wunsch von Hansjörg hier einen Link zum Thema Motor DSFM:



http://srd.concept-matrix.de/forum/showthread.php?643-Renne-Istambul&p=4594&viewfull=1#post4594