Virgin trennt von Technikdirektor Nick Wirth und seiner Theorie F1 ohne Windkanal

Q2 lautete das angepeilte Ziel von Virgin für die Saison 2011, doch dieses Ziel hat der Rennstall in den bisherigen sechs Rennen weit verfehlt. Folge dessen trennte sich Virgin von Wirth Research. „Es wurde die Entscheidung getroffen, dass das Team zukünftig mehr Kontrolle über sein Schicksal nimmt“, erklärte Marrusia Virgin-CEO Andy Webb in einem Statement an Autosport. In den vergangenen Wochen ging es hinter den Kulissen heiß her. Nun hat Virgin den Entschluss gefasst die technische Partnerschaft zu beenden. Es wurde die Entscheidung getroffen, dass das Team zukünftig mehr Kontrolle über sein Schicksal nimmtAndy Webb



„Ich glaube fest daran, dass die Schritte, die wir in Bezug auf unsere technische und operationale Führung unternommen haben, sicherstellen dass wir das erforderliche Fundament haben, um weiterzumachen und unser gestecktes Ziel in den kommenden Jahren zu erreichen“, teilte Webb mit. Die Trennung sei ein mutiger, aber auch positiver Schritt seitens Virgin gewesen. Trotz der Trennung sollen die Updates, die von Wirth Research stammen, wie geplant eingeführt werden. Virgin hofft damit, den Rückstand auf Team Lotus verringern zu können.





Gleichzeitig besteht der Wunsch im Team, im Laufe der Saison eine neue Richtung in Sachen Entwicklung in Hinblick auf 2012 einzuschlagen. „Für gewöhnlich fangen alle Teams zu diesem Zeitpunkt der Saison an über das neue Auto nachzudenken, während man gleichzeitig das aktuelle Auto weiterentwickelt. Die Updates für die kommenden Rennen haben die letzte Phase abgeschlossen und nun wird der Fokus immer mehr auf 2012 gelegt“, verriet Webb.

Wir werden künftig einen anderen technischen Weg gehenAndy Webb



Virgin soll angeblich Pläne für eine eigene technische Basis verfolgen, gleichzeitig wird auch über eine technische Partnerschaft mit McLaren spekuliert. Eine ähnliche Partnerschaft mit Mercedes hat auch Force India geholfen vom hinteren Starterfeld zum regelmäßigen Punktelieferanten zu werden. Wie genau die Zukunft aussehen wird, wollte Virgin nicht verraten. Allerdings stand die Trennung bereits im Raum seit Marussia Motors als Sponsor gewonnen werden konnte.





„Wir haben in den letzten sechs Monaten eine Überprüfung vorgenommen, um sicherzustellen, dass Marussia Virgin Racing die stärkste Basis in Sachen Teammitglieder und Ressourcen hat, damit wir unser langfristigen Ziele erreichen können“, sagte Webb. Langfristiges Ziel sei es beim Großen Preis von Russland in Sotschi 2014 auf dem Podest zu stehen. „Mit diesem Ziel im Kopf ist es notwendig, dass das Team größere Fortschritte macht. Wir werden künftig einen anderen technischen Weg gehen - weitere Details werden in den nächsten Wochen folgen“, so Webb.







Quelle